Historische Verantwortung

Kulturelle Rückverbindung

Schlaraffia vor 1937/38

Schlaraffia war bis 1937/38 in vielen Städten ein fester Bestandteil der kulturellen Landschaft. Die meisten Schlaraffenvereine verschwanden mit dem Verbot durch die Nationalsozialisten – oft mitsamt ihrer Geschichte, ihrer Archive und ihrer Orte der Begegnung.

In der DDR wurde die Schlaraffia zwar nicht explizit verboten, aber der Wiederaufbau argwöhnisch betrachtet. Einige Reyche trafen sich im Verborgenen weiter. Erst nach der Wiedervereinigung konnten sich die Vereine neu etablieren.

ReychWeite als kulturelle Rückverbindung

ReychWeite versteht sich auch als kulturelle Rückverbindung: Wir holen nicht nur das Spiel zurück, sondern auch ein Stück unabhängiger Kulturgeschichte. Wir leisten einen Beitrag zur Wahrung kulturellen Erbes, das andernfalls Gefahr läuft, vollends vergessen zu werden.

Was verloren ging

  • Die meisten Schlaraffenvereine verschwanden
  • Oft mitsamt ihrer Geschichte und Archive
  • Mitsamt ihrer Orte der Begegnung

Was wir zurückholen

  • ✓ Das Spiel in ehemals besetzte Orte bringen
  • ✓ Lokale Schlaraffia-Geschichte sichtbar machen
  • ✓ Kulturelles Erbe würdigen und bewahren

Was ist Schlaraffia?

Schlaraffia ist eine einzigartige kulturelle Form – ein lebendiges, rituelles Rollenspiel zwischen Kunst, Freundschaft und Humor. Gegründet 1859 in Prag, vereint sie Elemente aus Live-Rollenspiel, Standup-Comedy, Theater, Chor, Orchester, Dichtung und Lesung – und ist doch nichts von alledem.

Grundprinzip: Jegliche Treffen finden unter dem ausdrücklichen Ausschluss von politischen, religiösen oder beruflichen Themen statt – ein einzigartiges Konzept.

Hinweis: Der Name „ReychWeite" spielt mit schlaraffischen Wortspielereien und symbolisiert den Zweck: mehr Öffentlichkeit, mehr Menschen aufmerksam machen. Es bestehen ausdrücklich keine Verbindungen zu Reichsbürgern oder ähnlichen Gruppierungen.

ReychWeite ist kein Bruch mit der Tradition – es ist ihre konsequente Weiterentwicklung unter heutigen Rahmenbedingungen.