Handreichung – Menschen für Schlaraffia gewinnen
Mit dem Projekt ReychWeite begegnen wir überwiegend Menschen, die Schlaraffia noch nicht kennen. Diese Handreichung gibt konkrete Hilfestellungen für die Ansprache und Einladung – sowohl in persönlichen Begegnungen als auch bei schriftlichen Einladungen.
Sprechen Sie aus dem Herzen. Was zählt, ist Ihre persönliche Begeisterung. Wenn Sie echte Freude an der Gemeinschaft zeigen, wirkt das ansteckend.
„Wissen Sie, ich bin jetzt seit zwei Jahren dabei, und diese Abende sind für mich wie eine kleine Auszeit vom Alltag."
Fragen Sie nach den Interessen Ihres Gegenübers. Oft ergeben sich die besten Anknüpfungspunkte aus dem, was die Person selbst erzählt.
„Sie sind neu in der Stadt? Dann könnte unser Kreis genau das Richtige sein – wir sind eine bunte Truppe."
Geben Sie konkrete Informationen – wann, wo, wie – aber ohne Druck. Eine Einladung sollte sich wie eine Chance anfühlen, nicht wie eine Verpflichtung.
„Unser nächstes Treffen ist am 15. Mai um 19 Uhr. Schauen Sie doch einfach mal vorbei – ganz unverbindlich."
Machen Sie deutlich, dass ein erster Besuch völlig zwanglos ist – Schnuppern erwünscht!
„Sie müssen nichts vorbereiten. Einfach kommen, zuschauen, mitmachen – wie es sich ergibt."
Beginnen Sie mit einem echten Gesprächsanlass, nicht mit Schlaraffia. Leiten Sie organisch über: Von den Interessen des Gegenübers zur Einladung. Bieten Sie immer Kontaktdaten an.
Wenn Sie jemanden gezielt ansprechen möchten – etwa einen Bekannten oder Vereinskameraden –, können Sie direkter vorgehen. Teilen Sie Ihre persönliche Empfehlung und bieten Sie an, die Person zu begleiten und vorzustellen.
Auf Vereinsveranstaltungen, Kulturevents oder Gemeindefesten können Sie Schlaraffia in Gespräche einfließen lassen. Stellen Sie den lokalen Bezug her und laden Sie mit konkretem Datum und Ort ein.
„Was ist Schlaraffia überhaupt?"
Eine Freundschaftsgesellschaft, die es seit 1859 gibt. Wir pflegen Kultur, Freundschaft und Humor – in mittelalterlich inspirierter Form, aber ganz zeitgemäß.
„Ist das nicht elitär oder altbacken?"
Bei uns ist jeder willkommen, unabhängig von Beruf, Bildung oder Einkommen. Wir nutzen moderne Technik, diskutieren über aktuelle Themen – nur eben in einem Rahmen, der Entschleunigung bietet.
„Nur Männer? Warum das denn?"
Schlaraffia ist historisch ein Männerbund. Es gibt aber auch gemischte Veranstaltungen und Partnerprogramme. Viele Männer schätzen es, auch einen Raum zu haben, wo sie unter sich sein können.
„Was kostet das?"
Als Gast zahlen Sie nur für Ihr Essen und Getränk – meist zwischen 15 und 25 Euro. Erstmal schnuppern kostet nur den Verzehr!
„Muss ich da was vortragen?"
Nein, als Gast überhaupt nicht. Sie können einfach zuhören und die Atmosphäre genießen.
„Ich habe abends wenig Zeit…"
Unsere Treffen sind meist einmal im Monat. Sie müssen nicht jedes Mal dabei sein – kommen Sie, wann es passt. Viele sagen, dass gerade diese Termine eine schöne Auszeit vom Alltag sind.
Schriftliche Einladungen – ob per Brief, E-Mail oder Social Media – haben den Vorteil, dass sich der Empfänger in Ruhe damit beschäftigen kann. Die wichtigsten Grundregeln:
1. Persönlich bleiben – auch schriftlich soll die Einladung persönlich klingen.
2. Klar strukturieren – Was, wann, wo auf den ersten Blick erkennbar.
3. Einladend formulieren – so schreiben, wie Sie sprechen würden.
4. Kontaktmöglichkeit bieten – immer Telefon, E-Mail oder WhatsApp angeben.
5. Nicht zu lang – eine halbe bis eine Seite reicht.
„Darf ich Sie mal auf etwas ansprechen, das Sie vielleicht interessieren könnte?"
„Sie haben gerade erwähnt, dass… – da musste ich direkt an unsere Tafelrunden denken."
„Stellen Sie sich eine Mischung aus Stammtisch, Akademie und mittelalterlichem Ritterspiel vor – das ist Schlaraffia."
„Wenn es Ihnen nicht gefällt, haben Sie zumindest einen netten Abend mit gutem Essen gehabt."
„Auch wenn es diesmal nicht klappt – die Einladung steht!"
Menschen für Schlaraffia zu gewinnen ist keine Kunst – es ist eine Herzensangelegenheit.
Jede Einladung ist ein Samen. Manche gehen auf, andere nicht. Aber jeder Versuch lohnt sich.